Tiertransportbox

Für eine entspannte Reise kommt es auf die richtige Tiertransportbox an.

Tiertransport ist Vertrauenssache und erfordert fundiertes Fachwissen.

Wenn es um professionellen Tiertransport geht, gehört die genaue Beachtung der internationalen Bestimmungen über die Einreise ebenso zum „Handwerkszeug“ wie die notwendigen Gesundheitszeugnisse und Atteste.

Ein Thema, das viele Tierbesitzer schlicht überfordert, ist die Auswahl der passenden Tiertransportbox. 

„Es ist nicht ganz leicht, sich einen Überblick über die unzähligen Varianten der Tiertransportboxen zu verschaffen“, erklärt Kay Wissenbach , Geschäftsführer von der GRADLYN Petshipping.

Schon die Wahl der Größe der Transportbox ist von großer Wichtigkeit. Es handelt sich schließlich um einen Flug, bei dem es immer wieder zu Turbulenzen kommen kann. Gerade dann soll das Tier einen sicheren Platz haben, an dem es sich wohlfühlt.

Wie viel Platz braucht mein Hund / Katze denn überhaupt?

Grundsätzlich gilt, dass die Transportbox so hoch sein muss, dass sich das Tier aufrichten kann – und zwar so, als ob es „im Garten ein Geräusch gehört hat und aufmerksam den Kopf reckt“, veranschaulicht Kay Wissenbach. „Ein Tier bleibt nicht die ganze Transportzeit über liegen, das ist unrealistisch. und muss entsprechend berücksichtigt werden.“

Die IATA, der Dachverband der Fluggesellschaften, hat hier ein internationales Transportboxen-Regelwerk von mehr als vierhundert Seiten für jedes beförderndes Tier erstellt. Dies ist von jeder Fluggesellschaft einzuhalten. Bei den Boxen ist deshalb unbedingt darauf zu achten, dass diese IATA-geprüft sind. „Das sind für uns die Mindeststandards“, so Wissenbach über seine Verantwortung für den Tiertransport. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass im Laufe der Jahre viele kleine Verbesserungen zu einem sicheren und für die Tiere angenehmeren Flugtransport geführt haben.“

So sollen die Transportboxen mit einem glatten Boden und glatter Decke versehen sein. Gerade die Boxendecke weist oft Mängel auf, wie beispielsweise Ecken und scharfkantige Einschnitte. „Da können sich die Tiere schwer verletzen“, weiß Wissenbach. Es sollten außerdem bruchsichere Boxensysteme eingesetzt werden, die aus einem bruchsicheren Kunststoff bestehen. Die Tierboxen sollen am Boden und den Decken keine Öffnungen haben, an den Seiten müssen dagegen genug Luft-und Sicht-Fenster vorhanden sein. Diese sollten aus Gittern und nicht, wie bei einigen Herstellern, aus scharfkantigen runden Ausfräsungen bestehen.

Ein weiteres Merkmal für eine sichere Box ist die Beschaffenheit der Tür und deren Verriegelung. Die Tür darf nicht nach innen zu ziehen und die Verriegelungszapfen müssen mindestens eineinhalb Zentimeter in das Gehäuse zu versenken sein. Leider gibt es immer wieder Boxen, bei denen kleine Riegel wackelige Türen halten sollen - hierbei kann man allerdings nicht mehr von richtiger Verriegelung sprechen. Einige Käfige weisen auch Plastiktüren auf. Dies ist genauso unzulässig wie verrostete Türen oder angeknabberte Käfige. Käfigboden und Deckel müssen miteinander verschraubt sein und nicht, wie vielfach angeboten mit Clips oder Schnallen verbunden. Auch die Variante „Kabelbinder“ kommt leider immer wieder zum Einsatz. Aus Sicherheitsgründen sind Rollen unter den Boxen verboten, ebenso wie Faltkäfige, da diese zusammenfallen könnten und dem Tier schwere Verletzungen zuführen.

Für Veterinäre ist der erste und damit äußere Eindruck vom Transportbehältnis ein Indiz für eine artgerechte Haltung des Tieres. Reist das Tier in einem Käfig, der äußerlich einen betagten und ungepflegten Eindruck aufweist, wird auch das Tier ganz besonders überprüft.


Gerade bei liebgewonnenen Haustieren kommt es oft zu falsch verstandener Tierliebe vor dem Flug: So sollte die Box zum Beispiel nur mit einem dünnen Handtuch ausgelegt sein. „Kuschelige“ große Decken führen dazu, dass das Tier kaum Platz hat. Auch sollten Tiere vor dem Flug nicht übermäßig gefüttert werden, denn
Sich verändernder Luftdruck und unterschiedliche Steigflüge können den Magen des Tieres schon mal überfordern.

Auch auf möglicherweise auslaufende Leckflaschen sollte wegen des unterschiedlichen Luftdrucks verzichtet werden. Besser sind hier zwei an der Tür festverschraubte und abgerundete Schalen für Futter und Flüssigkeit.

  • Der Profi-Tipp: Die Wasserschale mit Wasser füllen und einfrieren, so taut sie nach und nach auf und ein Auslaufen wird gerade in der Startphase verhindert.



Ebenfalls wichtig: Die internationale Kennzeichnung der Boxen. Auf jeder Box muss ein „Live Animal“- Aufkleber und ein Markierungshinweis für oben und unten angebracht sein (IATA Bestimmungen). Dies ist für die Beförderung unerlässlich und verhindert Fehler beim Weitertransport. Die empfohlenen Transportboxen sind außerdem so konzipiert, dass sie beispielsweise beim Weitertransport im Ausland problemlos verladen werden können. Nicht genormte Transportgehäuse, wie Boxen mit abgerundetem Heck oder phantasievollen Formaten, bleiben dann schon einmal „auf der Strecke“. Auch die Verladehöhe beim Weiterflug sollte vorab bei der Airline überprüft werden.

Flugreisen und Tiertransporte sind für alle Tiere keine alltägliche Situation und gerade deshalb sollten Tierbesitzer auf den größtmöglichen Komfort für ihr Tier achten um den Reisestress so gering wie möglich zu halten. So kommt das Tier entspannt am Zielort an.

Bei allen Fragen rund um Ihren individuellen Tiertransport und die passende Transportbox beraten Sie unsere Reisebegleiter kompetent, freundlich und ganz in Ruhe.

GRADLYN Petshipping – Tiertransport seit 1968.